Dieses Video zeigt, wie durch Veränderung der Belichtungszeit Bildfehler (Rolling Shutter Effekt) entstehen können und wie diese vermieden werden. Die Automatikeinstellungen A oder P sind für Videofilmer überhaupt nicht geeignet. Beim Automatikmodus A wird die Blende (Iris) durch den Benutzer eingestellt. Die Belichtungszeit (Shutterspeed) wird durch die Automatik gewählt. Bei der Automatikeinstellung P hat der Filmer gar keine Wahl. Einstellungen von Blende und Belichtungszeit werden automatisch vorgenommen.

Die Belichtungszeit (Shutterspeed) bei einem Video ist normalerweise immer 1/50. Wird dieser Wert verändert, entstehen meistens unerwünschte Bildfehler. Der Wohl bekannteste ist der Rolling-Shutter-Effekt (meistens bei CMOS-Bildsensoren). Dieser entsteht dadurch, dass die einzelnen Bildpunkte des Sensors nicht alle miteinander, sondern zeilenweise nacheinander ausgelesen werden. Auch wenn das extrem kurze Zeitunterschiede sind, so ist dieser bei schnellen Bewegungen gross genug, um Motiv-Verschiebungen darzustellen. Regelt die Automatik die Belichtungszeit, hat der Videofilmer keinen Einfluss mehr auf diese Bildfehler. Das Video zeigt, dass erst bei einer Belichtungszeit von 1/50 die Bewegungsunschärfe so gross ist, dass keine Bildfehler mehr entstehen. Diese Bewegungsunschärfe ist übrigens gewollt. Wird das einzelne Bild überscharf abgebildet, beginnt das Video bei schnellen Bewegungen zu ruckeln. Auch bei professionellen TV-Kameras ist die Belichtungszeit immer auf 1/50 eingestellt.

Es gibt deshalb nur zwei sichere Einstellungsmöglichkeiten; der Halbautomatikmodus S oder die Kamera  manuell einstellen, also Modus M. Bei der halbautomatischen Einstellung S wird die Belichtungszeit durch den Benutzer eingestellt. Die Blende regelt die Automatik. Bei einigen Geräten funktioniert der S-Modus beim Filmen gar nicht oder nur mit manuellem Fokus. In diesem Fall sollte nur im M-Modus gefilmt werden.

Deshalb gilt für Videofilmer: S = Safe, A = Alarm.